Hunde

"Was so hell und licht ich sehe, dass das dir nicht entgehe!" (Tristan, Akt III)

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23. Oktober 2016 Hunde 0

Begonnen hat für mich alles mit Flash (*2005; †22.12.2018), dem reservierten Ex-Tierheim-Hund einer Bekannten. Ich lernte ihn kennen und war sofort verliebt in den schönen Hund mit dem weichen Fleckenfell. Mein späterer Partner schenkte mir daraufhin Leon (*19.03.2013), den bewegungsfreudigen Welpen. Ich hatte überhaupt keine Hundeerfahrung (und eigentlich auch kein Interesse an Heimtierhaltung) und habe mich mehrere Jahre lang abgekämpft, um meinem papierlosen Jagdhundetier ein abwechslungsreiches und erfülltes Leben zu bieten.

Einige Jahre später bot sich die Gelegenheit, meinem sozial überaus bedürftigen Leonhund einen dauerhaften Gefährten an die Hand zu geben – Flash. Fortan lebten und berufsreisten wir mit zwei großen Hunden. Dank genügend körperlicher und geistiger Auslastung waren sie ganz hervorragende Bürotiere, die stundenlang gemütlich unter dem Besprechungstisch liegen konnten.

Nach einigen gemeinsamen Jahren wurde Flash schwer krank und keiner konnte uns sagen, was genau das Problem war und ob man es in irgendeiner Weise lösen konnte. Nach ungefähr einem halben Jahr sich intensivierender Symptome haben wir kurz vor Weihnachten 2018 die Reißleine gezogen, da der Hund beim besten Willen nicht mehr konnte oder wollte. Wir Menschen eigentlich schon, da wir immer noch die irrige Hoffnung auf Besserung hegten. Wir mussten jedoch einsehen, dass dem Hund sein „Leben“ nicht mehr zumutbar war.

Keine zwei Wochen später machten wir uns bereits auf die Suche nach einem Nachfolger, da wir die Leere, die Flash hinterlassen hatte, nicht länger ertragen konnten oder wollten. Eigentlich sollte sein Nachfolger ein Rüdchen werden, stattdessen suchte mein Partner sich ein aufgewecktes kleines Hundemädchen (*20.12.2018) aus, welches sich anderthalb Jahre später, gleich bei seiner ersten Läufigkeit, mit meinem Leon paarte. Leon war anfangs etwas irritiert, aber Lara war so unerbittlich, dass er keine Chance hatte, sich ihr zu entziehen. Knapp zwei Stunden vor der geplanten anderthalbwöchigen räumlichen Trennung der beiden haben sie es geschafft, unbeaufsichtigt in den Garten zu gelangen und dort sieben kleine Welplinge herzustellen.

Nach umgehender Rücksprache mit dem Tierarzt entschieden wir uns dafür, im Sinne der Hündin die Welpen aufzuziehen. Es waren in jeder Hinsicht unglaublich anstrengende Wochen. Näheres kann man hier nachlesen. Letztlich ist aber alles gut gegangen: Die Geburt war relativ unkompliziert, alle Welpen (fünf Jungs, zwei Mädchen; *16.07.2020) haben überlebt, sich prächtig entwickelt und tolle neue Familien gefunden, die ihre Interessen fordern und fördern.

Das Letztgeborene (Julius) sieht aus wie eine Kopie seines Vaters. Nicht zuletzt deshalb war früh klar, dass wir den kleinen Knopf bei uns behalten. Unsere Nachbarn haben das fünfte Kind (Titus) bei sich aufgenommen. Auf diese Weise behält die Hundemutter täglichen Kontakt zu zwei ihrer Kinder und hin und wieder ermöglichen wir ihr (und uns) darüber hinaus auch ein Treffen mit einem ihrer anderen Kinder. Das Erstgeborene (Claudius) wohnt beispielsweise in einer Nachbarstadt und gelegentlich kann man sich zum gemeinsamen Spazierengehen treffen. Eines der beiden Hundemädchen (Helena) haben wir in seinem neuen Zuhause an der Nordsee besucht. Neben unserer Hunde-Kernfamilie durfte auch das Nachbarskind Titus mit auf die Reise, um seine Schwester wiederzutreffen.


Für alle vier Hunde gibt es je eine eigene Seite, auf der mehr über sie zu lesen ist: