Rosenjahr 2020

"Was so hell und licht ich sehe, dass das dir nicht entgehe!" (Tristan, Akt III)

Rosenjahr 2020

7. Juni 2020 Blog 0

Nachdem ich in den letzten Tagen unter Hochdruck alle meine Rosenfotos durchsortiert und die der vergangenen drei Jahre erstmals hochgeladen habe, kann ich mich nun endlich den aktuellen Bildern widmen.

Anfang des Jahres war es kuschelig warm, sodass sich die Rosen entschlossen, ein erstes Mal auszutreiben. Dann kam zweimal knackiger Frost und alles war dahin. Anders als sonst habe ich diesmal die erfrorenen Triebe fast überall drangelassen.

Nach einer langen Schockpause wagten die Roslinge dann einen weiteren Versuch und so kamen je nach Standort Ende Mai bzw. Anfang Juni die ersten Blüten zum Vorschein – wie in den Jahren zuvor.

Momentan steht ein Großteil meiner über 200 Rosen in Blüte. Sieht schön aus.

Vor einigen Monaten habe ich kräftig nachgepflanzt, vor dem Haus eine vorderste Reihe mit Zwergrosen gesetzt und die Lücken zwischen den älteren Rosen aufgefüllt. Letzeres war ziemlich unnötig, weil sich alle Sträucher gut entwickelt haben. Naja, bis auf die eine, in der vor zwei Jahren eine Gerüstleiter stand. Ich habe protestiert, aber bin nicht gegen meinen Partner und die Gerüstfirma angekommen. Und so bietet diese Rose auch jetzt noch einen eher armseligen Anblick, verglichen mit den kräftig austreibenden Exemplaren links und rechts neben ihr. Oder anders: Sie bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück, was ich sehr bedaure.

Im Garten hinter dem Haus gibt es ein neues langes Rosenbeet, in das ich diverse wurzelnackte Rosen eingesetzt habe. Sie haben ihre Erfrierungen überstanden und blättern jetzt ungestüm vor sich hin. Blüten konnte ich an ihnen noch keine entdecken.

Vor der mäßig wuchsfreudigen Bambushecke habe ich auch noch einige neue Rosen eingegraben und beschlossen, das Beet um die rechte Seite der kleinen Rosenbrücke nach rechts zu erweitern. Die Umfassungssteine musste ich sowieso ausgraben, weil sie letztes Jahr von einem Bagger niedergewalzt worden sind. Größere Schäden konnten glücklicherweise verhindert werden, aber das Beet bedurfte einer Überarbeitung. Nachdem ich Unmengen an zusätzlichem Bewuchs sowie vertrocknete Lavendeläste entfernt hatte, habe ich kleine weiße Marmorsteinchen gegen erneuten Unkrautbefall und gegen das Austrocknen in der Sommerhitze auf dem Boden verteilt. Auch auf anderen Beeten habe ich den Marmorkies verteilt. Es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Vorrangig erhoffe ich mir davon weniger staubtrockenen Sommerboden (trotz Bewässerungssystem und manuellem Gießen) und weniger krassen Unkrautbewuchs als bisher. Als Gegenprobe gibt es noch die sehr langen Rosenbeete, deren Oberfläche mit Rindenmulch bedeckt ist oder nur mit Erde. Erfahrungsgemäß schrumpelt der Rindenmulch vor sich hin und die Erde wird staubtrocken. Aber die erforderliche Steinmenge wäre unbezahlbare und die Optik ist ohnehin nicht gewollte. Auslöser für den Marmorkies war aber eigentlich die Optik, nicht die Bodenversiegelung. Im unteren Teil des Gartens sollte es mehr geometrische weiße Flächen geben, die mit den schon vorhandenen harmonieren. Dazu habe ich auch den Kies im Steinkreis um die Hundefigur ausgetauscht. Er war mal rosa, dann grau und nun ist er weiß.

Weiterhin gibt es eine Rosenbank, neben der rechts und links je eine Kletterrose und ein bisschen Kleinkram gepflanzt wurde. Wurzelnackt, darum noch nicht allzu groß. Aber in einem oder zwei Jahren werden sie bestimmt als Kletterrosen in spe erkennbar sein.

Die vielen Rosentöpfe von der hinteren Terrasse sind auf die vordere gezogen, dafür sind von dort drei Töpfe nach hinten gewandert. Alle Töpfe haben den Frost gut überstanden, wie es aussieht. Obwohl zeitweise jämmerliche Zustände zu sehen waren.

 


Nachtrag 17.06.2020:

Im Garten hinter dem Haus blüht es bunt: