Blutspende

"Was so hell und licht ich sehe, dass das dir nicht entgehe!" (Tristan, Akt III)

Blutspende

5. Juni 2020 Blog 0

Heute war ich seit einem halben Jahr endlich mal wieder Blut spenden. Hier bei uns im Dorf schlägt der Blutspendedienst in unregelmäßigen Abständen für einen Freitag und den darauf folgenden Montag auf.

Das letzte Mal habe ich verpennt, beim vorletzten Mal hatte ich gerade eine schwere Erkältung überstanden und hätte nicht spenden dürfen. Und in Münster (wo man in der Innenstadt ungefähr täglich problemlos spenden kann) war ich seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr.

Diesmal kam ich rechtzeitig aus Zeitz zurück, konnte was essen und trinken (wonach ich ausnahmsweise gar nicht gefragt wurde) und dann gemächlich einmal um den halben Block radeln. Das hiesige DRK-Hauptquartier liegt in der Parallelstraße, ungefähr zwei Fahrradminuten von zu Hause entfernt. Näher als das Altenheim, zu dem ich sonst gefahren bin.

Termine schien man nicht zu benötigen, nach wenigen Minuten des Wartens im Hof durfte ich in das verwinkelte Gebäude hinein und die verschiedenen Stationen in der üblichen Zeit abarbeiten.

Ein wenig verwundert hat mich die junge Frau auf der Liege neben mir, die vor mir kam und immer noch dort lag, als ich bereits aufstand und ging.

Ich bin jedes Mal froh, wenn ich es hinter mich gebracht habe. Die Nadel in meinem Arm kann ich mir immer noch nicht ansehen. Ansonsten passiert mir eigentlich nichts, von der Spende bzw. dem Blutverlust habe ich noch nie etwas bemerkt. Glück für mich.

Mit Blutgruppe Null und Rhesusfaktor-D-Antigen bin ich zwar nicht so interessant oder gefragt, aber immerhin können laut DRK-App um die 85 % der Patienten mein Blut annehmen. Das ist auch nicht schlecht. Mein Blut ist ein Allrounder – wie ich. ^_^