Kleidernäherei

Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei

Kleidernäherei

13. November 2015 Blog 0
Auf dem doppelt gelegten Stoff wird die Form des Kleides aufgezeichnet

Eigentlich hätte der dehnbare Baumwollstoff schon am vergangenen Samstag in meiner Packstation liegen sollen, tatsächlich landete er aber erst am Dienstag dort.

Sich seine Kleider selbst zu nähen ist auch nicht billiger oder zeitsparender, als sie fertig zu kaufen. Aber man hat eindeutig mehr Gestaltungsmöglichkeiten – und kann außerdem den Schnitt am eigenen Körper ausrichten.

Die Kiste mit Jersey ist angekommen

Die Kiste mit Jersey ist angekommen

Fast alle meine Kleider – außer die für den Sommer – haben doppelte Stoffschichten, das wärmt besser. Der Stoff wird also doppelt gelegt, dann werden die gewünschten Formen aufgezeichnet, ausgeschnitten und zusammengesteckt. Die Ärmel sind allerdings einfach gelegt, nicht doppelt.

Auf dem doppelt gelegten Stoff wird die Form des Kleides aufgezeichnet

Auf dem doppelt gelegten Stoff wird die Form des Kleides aufgezeichnet

Üblicherweise werden vier Stoffschichten auf einmal geschnitten, da nur die eine Hälfte des Kleides aufgezeichnet und dann am Stoffbruch umgelegt wird.

Zugeschnittene Kleiderteile in drei Farben

Zugeschnittene Kleiderteile in drei Farben

Gestern habe ich die Bestandteile der drei Kleider aufgezeichnet und ausgeschnitten, heute wurde genäht: die beiden hellen Kleider am Morgen und das schwarze am späten Abend. Morgen werden sie gewaschen. Eigentlich sollte man das vorher machen, aber ich habe keinen Platz, so viel Stoff auf einmal zu trocknen. Jedes Stück ist zwei Meter lang und eindreiviertel Meter breit, das passt einfach nicht. Außerdem ist der Stoff danach nicht mehr so weich und glatt, also muss ich das Schrumpfen beim Waschen in den Schnitt einkalkulieren.

Das weiße Kleid wird gesäumt

Das weiße Kleid wird gesäumt

Erst werden die vordere und die hintere doppelte Stoffschicht jeweils am Hals zusammengenäht, dann werden beide umgedreht und an den Schultern zusammengenäht. Danach sind die Ärmel dran, dann die Seitennähte. Danach folgen die drei Ziernähte.

Das cremefarbene Kleid wird gesäumt

Das cremefarbene Kleid wird gesäumt

Mit einer Zwillingsnadel werden die Ärmelbündchen genäht, auch der vermeintliche Saum am unteren Kleiderrand wird damit verziert. „Vermeintlich“ deshalb, weil es dort keinen Saum gibt, sondern einen Stoffbruch zwischen äußerer und innerer Schicht – einen horizontalen Saum gibt es nur am Halsausschnitt und das auch nur im Inneren der vorderen bzw. hinteren doppelten Stoffschicht.

Das Ärmelbündchen erhält eine Ziernaht mit der Zwillingsnadel

Das Ärmelbündchen erhält eine Ziernaht mit der Zwillingsnadel

Die Vorderseite mit den Wasserfällen sieht zwar hier ganz gut aus, aber entspricht immer noch nicht ganz meinen Vorstellungen. Nächstes Mal bestelle ich vielleicht doch einen halben Meter Länge mehr, dann kann ich seitlich mehr Falten einnähen.

Die drei fertigen Kleider

Die drei fertigen Kleider

Mein Hund hat derweil eigentümliche Vorstellungen von Gemütlichkeit.

Hundi gehts gut

Hundi gehts gut

Eigentlich ist mein Hund ein anhängliches Stück Fell mit zwei großen braunen Augen. Aber manchmal versucht er sich auch als Skulptur oder Installation.

Geht es ihm ein bisschen zu gut?

Geht es ihm ein bisschen zu gut?