Rumpelkeller

"Was so hell und licht ich sehe, dass das dir nicht entgehe!" (Tristan, Akt III)

Rumpelkeller

15. Juni 2020 Blog 0

In Ermangelung eines adäquaten Geburtstagsgeschenks für meinen Partner kam mir am Wochenende die Eingebung, seinen Kellerraum zu entmüllen und in einen Werkraum zu verwandeln.

Im Prinzip hat er sich das schon länger gewünscht, aber mehr so allgemein.

Nach einiger Recherche zeichnete sich ab, dass ich ihm eine neue Hobelbank der Firma Holzmann bestelle. Ein Verkäufer sitzt in Erfurt, das ist nahe genug an unserem Wohnort, um kein schlechtes Gewissen wegen unsinniger Transportwege haben zu müssen. Das Teil soll am Donnerstag geliefert werden.


Nachtrag 17.06.2020

Alle IKEA-Besuche meines Lebens müsste man in etwa an einer Hand abzählen können. Meine Affinität zu dieser Einrichtung ist nicht unbedingt groß. Heute war ich das erste mal alleine dort. Click&Collect wird in Halle/Leipzig leider nicht angeboten, also habe ich mich noch vor Öffnung des Ladens in die Schlange eingereiht, die nach mir schnell immer länger wurde. Den Holztisch mit zugehörigem Hocker gab es in der Lagerhalle, aber selbst mit einer Abkürzung musste ich einen gefühlten Kilometer durch die menschenleeren Gänge traben, bis ich am Ziel ankam – um dann am Informationsstand zu warten, bis ein Mitarbeiter erschien, der mir sagte, dass das „Bitte wenden Sie sich an einen Mitarbeiter“ bedeutet, ich solle die Bestellung am Info-Terminal aufgeben, danach bezahlen und den Tisch dann an der Warenausgabe abholen. Ich sehe da keinen großen Unterschied zu „Click&Collect“, aber ich bin ja auch nicht vom Fach. Also bestellt, Wägelchen geholt, Hockerpaket aus dem Regal gezogen, bezahlt, zur Warenausgabe, Viertelstunde gewartet, Tisch bekommen, ins Auto geladen, nach Hause gefahren, ausgeladen, in der Durchfahrt abgestellt. Der Hocker wiegt sieben Kilogramm, der Tisch um die dreißig.

IKEA-Möbel im Kofferraum

IKEA-Möbel im Kofferraum

Eigentlich hatte ich darauf spekuliert, dass mein Partner anderthalb Wochen ohne Unterbrechung außer Haus ist und ich derweil ungesehen den Keller umräumen kann. Tatsächlich kommt er aber über das Wochenende nach Hause. Mal schauen, ob ich mit offenen Karten spiele oder ihn mit fadenscheinigen Ausreden vom Keller fernhalte.

Überhaupt muss ich erstmal die Zeit finden, da unten tätig zu werden. Momentan schreien immer noch reichlich Rechnungen und Aufträge danach, bearbeitet zu werden. Wann immer ich Licht am Horizont sehe, kommt der nächste Schwung Arbeit. Finanziell ist das natürlich gut, aber ein paar Tage Pause wären auch ganz schön. Vielleicht kann ich Ende der Woche mit dem Ausräumen der Regale anfangen. Eigentlich ist es ja ein recht übersichtlicher Raum mit niedriger Decke. Und ich habe auch schon grob die Neuverteilung der vorhandenen Regale geplant. Jetzt braucht es nur noch Zeit, Kraft und Ausdauer.


Nachtrag 18.06.2020

Heute wurde die Hobelbank geliefert. Somit habe ich alle neuen Möbelstücke zusammen. Nun muss ich bloß noch die Zeit finden, die Umgestaltung tatsächlich vorzunehmen.

Die Holzmann-Hobelbank wurde angeliefert

Die Holzmann-Hobelbank wurde angeliefert


Nachtrag 19.06.2020

Dies ist der spätere Werkraum:

Aus dem Müllkeller soll ein Werkraum werden

Aus dem Müllkeller soll ein Werkraum werden

Es sieht nach entsetzlich viel Arbeit aus.

Und hierhin wird ein Großteil des Regalinhalts umgelagert:

Dieser Müllkeller wird noch weiter gefüllt

Dieser Müllkeller wird noch weiter gefüllt

An die freien Wandbereiche werden Regale aus dem anderen Raum umziehen:

Dieser Müllkeller wird noch weiter gefüllt

Dieser Müllkeller wird noch weiter gefüllt


Nachtrag 20.06.2020

Ich habe gestern um 18:00 Uhr mit den Umräum- und Sortierarbeiten begonnen und heute gegen 04:00 Uhr in der Frühe aufgehört.

In dieser Zeit habe ich sämtliche Regale ausgeräumt und umpositioniert sowie die neuen Möbel nach unten befördert und aufgebaut. Die beiden Tischplatten waren unerfreulich schwer, aber dank durchtrittssicheren Gummistiefeln mit Stahlkappen konnte ich die Platten auf meinen Schuhspitzen aufstellen und mit dem Fuß als Rollbrettersatz recht fix und leise ans Ziel humpeln (man denke an die nachtschlafende Uhrzeit).

Zwischenstand im neuen Werkraum

Zwischenstand im neuen Werkraum

Die Bücher sind in zwei Holzschränke gewandert, welche im Kellerflur stehen. Allen gemein ist das Harren auf eine Durchsortierung, die ich aber derzeit nicht leisten kann und will. Außerdem sind es nicht meine Bücher.

Dieser Schrank ist voll mit Büchern

Dieser Schrank ist voll mit Büchern

Hier passen noch ein paar Bücher rein

Hier passen noch ein paar Bücher rein

Da die Pelztiere generell ungerne in der Keller gehen und auch diesmal kein Interesse zeigten, konnten sie unbeaufsichtigt in Wohnung, Durchfahrt und Garten herumlungern. Anders als das Durchschnittskind (wenn ich dabei mal von mir selbst ausgehe) finden meine Köterdinger eine sturmfreie Bude eher unerfreulich. Aber in den Keller wollten sie trotzdem nicht mitkommen. Selber schuld.

Angenehm viel Platz in den Schwerlastregalen

Angenehm viel Platz in den Schwerlastregalen