Romeo, Julia und Münchhausen

Unsere Silvesterparty in Dessau wurde aus Krankheitsgründen der Gastgeber abgesagt, daher steht die als Gastgeschenk angefertigte Laubsägearbeit von Romeo und Julia momentan etwas nutzlos herum und staubt vor sich hin…aber ich veröffentliche sie jetzt doch schon mal:

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Die beiden Figuren sind aus einer vier Millimeter breiten Holzplatte gesägt, den Sockel habe ich aus sechs Millimeter breiten Plattenresten in Schichten zusammengeleimt. Beide Figuren sind jeweils an einem Fuß mit zwei Holzstückchen auf dem Sockel festgeleimt.

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Da das dünne Pappelholz sehr leicht ist, genügt die punktuelle Fixierung an den Füßen.

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Bemalt habe ich die beiden Figuren und den Sockel mit immer zäher werdender Wetterschutzfarbe. Eigentlich wollte ich den Farbrest schon entsorgen, habe mich dann aber doch zu einem Rettungsversuch durchgerungen.

Die Grundierung klappte so erstaunlich gut, dass ich überhaupt nur diese halbtrockene Farbe dafür verwendet habe. Andernfalls würde jetzt der nächste Farbtopf vor sich hin trocknen. Dafür hätte die Figur möglicherweise weniger gummiartige Pickelchen.

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Romeo und Julia: Julia Capulet und Romeo Montague

Unter den Sockel habe ich purpurfarbenen Filz geklebt, um die Geräuschentwicklung beim Verschieben zu dämpfen. Das erinnert mich immer ein wenig an hölzerne Schachfiguren.

And Now for Something Completely Different…

Ein befreundeter Schauspieler (Holger Vandrich) hat sich gerade in und mit seinem restaurierten und renovierten Haus selbstständig gemacht. Zur Premiere seines ersten im eigenen Haus gespielten Theaterstücks („Wer dreimal lügt…“ von Jutta Schubert) über den Baron Münchhausen habe ich eine große Münchhausenfigur aus Holz angefertigt und ihm nach der gelungenen Vorstellung übergeben.

Baron Münchhausen

Baron Münchhausen

In geistiger Umnachtung hatte ich allerdings bei OBI diesmal nicht das leicht zu sägende Pappelholz gekauft, sondern Buchenholz. Beim ersten Ansetzen des Sägeblattes wurde ich mir des Unheils bewusst. Ich habe noch nie derartig viele Laubsägeblätter auf einmal vernichtet, wie bei dieser Figur.

Baron Münchhausen

Baron Münchhausen

Auch habe ich diesmal nicht meine braune Alpina-Wetterschutzfarbe verwendet, sondern das Pendant einer anderen Marke in der Farbe „Weißbuche“. Die sah beim Auftragen wirklich sehr, sehr fies aus. Die braune Farbe ist zwar auch nicht schön, aber man erhält doch nach etwa einem halben Dutzend Farbschichten einen ersten Eindruck davon, wie es mal werden soll. Bei der weißen Lasur war das nicht so. Außerdem war diese Lasur viel fettiger. Im angetrockneten Zustand war sie dann auch gummiartig, aber der Auftrag war nicht so einfach wie bei meiner gewohnten Farbe – zumal eigentlich gar keine Zeit mehr war: Die Premiere rückte näher, wir waren eine Woche nicht zu Hause und ich musste den Auftrag der vielen Farbschichten darum herum arrangieren. Mit dem Ergebnis bin ich nicht übermäßig glücklich, aber ich kann es gerade noch aushalten. 😉

Nun habe ich endlich mal wieder etwas von meinen in den letzten Monaten hergestellten Dingen gepostet…und kann beruhigt Silvester feiern gehen. Auf ein gutes Neues!